Hand aufs Herz: Wir alle lieben Beständigkeit. Den gleichen Friseur seit 10 Jahren (auch wenn die Geheimratsecken mehr werden), die gleiche Lieblingspizza und den gleichen Stromanbieter. Aber während Ihr Pizzabäcker Ihnen vielleicht mal eine Extra-Salami spendiert, belohnt Ihr Energieversorger Ihre Treue meistens nur mit einem: einer saftigen Preiserhöhung.
Wussten Sie, dass Millionen Deutsche immer noch in der sogenannten Grundversorgung stecken? Das ist der Tarif, in den man rutscht, wenn man sich um nichts kümmert. Es ist quasi das „Blind Date“ der Energiewirtschaft – nur dass man am Ende die Zeche für den Kaviar zahlt, obwohl man nur ein Wasser bestellt hat.
Der Fakten-Check für Schlaue: Der Preisunterschied zwischen der Grundversorgung und einem freien Markttarif liegt aktuell oft bei 15 bis 20 Cent pro Kilowattstunde. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh (Familie) sind das mal eben 500 bis 700 Euro im Jahr. Davon könnten Sie sich ein sehr schickes Abendessen leisten – und zwar eines, bei dem Sie nicht über Strompreise weinen müssen.
Warum Sie jetzt wechseln sollten:
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Kein Risiko: Der Strom fließt weiter. Niemand sitzt beim Wechsel plötzlich im Dunkeln (außer Sie vergessen, die Rechnung zu bezahlen – aber da kann ich dann auch nicht helfen).
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Boni: Viele Anbieter werfen mit Wechselprämien um sich, als gäbe es kein Morgen mehr.
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Makler-Power: Als Ihr Makler sorge ich dafür, dass Sie nicht vom Regen in die Traufe (oder von einem Abzocker zum nächsten) kommen.
Fazit: Schluss mit der unglücklichen Beziehung zu Ihrem teuren Anbieter! Lassen Sie uns die Scheidung einreichen und einen Partner finden, der Ihren Geldbeutel respektiert.
Haben Sie schon mal versucht, Ihre Stromrechnung komplett zu lesen? Glückwunsch, das ist offiziell anerkannter Leistungssport für das Gehirn. Zwischen kryptischen Zählernummern und Tabellen, die aussehen wie der geheime Startcode für eine Marsmission, verliert man schnell den Verstand.
Lassen Sie uns das Ganze mal entwirren – und zwar so, dass man es auch nach dem zweiten Feierabendbier noch versteht. Ihr Strompreis besteht im Grunde aus drei großen Stücken eines Kuchens (von dem Sie leider nur die Krümel abbekommen):
1. Der Staat nascht mit (Steuern & Abgaben): Etwa ein Drittel Ihres Preises landet direkt beim Finanzamt oder zur Förderung der Energiewende. Das ist wie die Steuer auf Ihre Pizza – schmerzhaft, aber man kann nicht viel dagegen tun, außer man möchte ein eigenes Land gründen.
2. Die Miete für die Kabel (Netzentgelte): Stellen Sie sich vor, Sie kaufen eine Pizza für 10 Euro, müssen aber 5 Euro „Straßennutzungsgebühr“ an den Lieferdienst zahlen, damit er über den Gehweg zu Ihnen fahren darf. Das sind die Netzentgelte. Sie steigen 2025/2026 kräftig an, weil wir das Netz modernisieren. Blöd nur: Diese Kosten sind fix, egal wie günstig der Strom an der Börse ist.
3. Das, was der Versorger einsackt (Einkauf & Vertrieb): Hier wird es spannend! Das ist der Teil, den ich für Sie beeinflussen kann. Hier schlagen die Anbieter ihre Verwaltungskosten und ihren Gewinn drauf. Und hier liegen oft Welten zwischen „fair kalkuliert“ und „wir brauchen eine neue goldene Fassade für unsere Zentrale“.
Warum ist das wichtig für Sie? Wenn Sie wissen, dass die Netzentgelte in Ihrer Region (z.B. im Norden oft höher als im Süden) fix sind, verstehen Sie, warum ein Wechsel des Anbieters die einzige Stellschraube ist, an der wir drehen können. Wir können zwar nicht die Steuern senken, aber wir können den „Gier-Faktor“ des Versorgers minimieren.
Mein Rat: Schicken Sie mir Ihre Rechnung. Ich übersetze das Fachchinesisch in Euro und Cent Ersparnis. Versprochen!
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