Amortisation für Sparfüchse – Wann macht sich das Balkon-Kraftwerk eigentlich bezahlt?

Veröffentlicht am 2. Januar 2026 um 12:26

Rechnet sich ein Balkonkraftwerk wirklich? Wir machen den humorvollen Faktencheck zu Kosten, Ertrag und der Frage:  Wann fängt das Sparen an?

Kennen Sie das? Man kauft sich ein sündhaft teures Fitnessgerät für das Wohnzimmer, nutzt es dreimal als Kleiderständer und stellt nach zwei Jahren fest: „Die Investition hat sich nicht gerechnet.“

Beim Balkonkraftwerk ist das anders. Es ist das einzige Gadget, das in Ihrem Haus arbeitet, während Sie auf der Couch liegen und Chips essen. Aber die brennende Frage aller schwäbischen Hausfrauen und kühlen Rechner lautet natürlich: Wann habe ich die Kohle wieder drin?

Lassen Sie uns Mathe machen – aber keine Sorge, ich halte es kurz und schmerzlos.

Die Rechnung: Sonne vs. Stromanbieter

Nehmen wir an, Sie kaufen ein vernünftiges 900-Watt-Balkonkraftwerk für etwa 700 bis 1000 Euro.

  • Der Ertrag: Ein solches Set produziert (je nach Ausrichtung und Sonnenstunden) etwa 600 bis 800 kWh im Jahr.

  • Der Eigenverbrauch: Sie werden wahrscheinlich nicht jede einzelne Kilowattstunde selbst verbrauchen (außer Sie waschen mittags um 12 Uhr bei strahlendem Sonnenschein drei Ladungen Wäsche gleichzeitig). Realistisch nutzen Sie etwa 60 % bis 80 % direkt selbst.

  • Die Ersparnis: Bei einem Strompreis von ca. 35 Cent/kWh sparen Sie durch den Eigenverbrauch jährlich etwa 160 bis 200 Euro.

Das Ergebnis: Nach bereits 3 bis 6 Jahren hat sich das Kraftwerk selbst bezahlt. Da die Module eine Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren haben, bekommen Sie danach etwa 15 bis 20 Jahre lang Strom geschenkt. Das ist eine Rendite, bei der selbst Ihr Bankberater feuchte Augen bekommt.

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Warum das Ganze kein "Hokuspokus" ist

Manche Leute sagen: „Aber was ist, wenn die Sonne nicht scheint?“ Ganz einfach: Dann produziert das Teil weniger. Aber selbst bei bewölktem Himmel kommt noch „Diffuslicht“ an. Es reicht vielleicht nicht für den Betrieb eines Teilchenbeschleunigers, aber Ihr Router und Ihr Kühlschrank freuen sich trotzdem über die Gratis-Energie.

Der Makler-Faktor: Das "Turbo-Sparen"

Ein Balkonkraftwerk ist wie ein kleiner Turbo für Ihren Geldbeutel. Aber der Motor darunter – Ihr eigentlicher Stromtarif – muss trotzdem stimmen. Wenn Sie 35 Cent in der Grundversorgung zahlen, amortisiert sich das Kraftwerk zwar schneller, aber Sie werfen trotzdem Geld aus dem Fenster.

Mein Tipp: Kombinieren Sie die Eigenproduktion mit einem optimierten Tarif von mir. Dann sparen Sie doppelt und können sich vom gesparten Geld vielleicht bald einen zweiten Balkon kaufen (okay, vielleicht auch nur einen sehr schicken Grill für den ersten).

 

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